Zwischen all den Artikeln zur Prüfungsvorbereitung soll etwas Abwechslung her.
Im Instagram habe ich nach dem Interesse für einen Erfahrungsbericht zur laufenden Ausbildung gefragt und es wurde erwidert. Also möchte ich heute in diesem Beitrag die Essentials über die Ausbildung zur Beraterin für Stress- und Selbstmanagement an der medrelax professional festhalten.

Es war eine unglaublich lehrreiche und schöne, aber auch herausfordernde Zeit.
Aber eines nach dem anderen.

Vom Recherchieren zur Anmeldung
Als meine vorherige Ausbildung zur Gesundheitspädagogin langsam zu Ende ging, war für mich klar, dass der Weg noch weitergehen muss. Also bediente ich mich an meinen Recherche-Skills und stolperte irgendwann über die Homepage von medrelax. Von der ersten Sekunde an hatte ich ein gutes Gefühl im Bauch, weshalb ich dann auch bald zum Telefonhörer griff und mich vom Schulleiter persönlich über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten beraten lassen durfte. Er nahm sich sehr viel Zeit und hatte viel Geduld, mir alle meine Fragen ausführlich zu beantworten. Zwischen den Zeilen war deutlich herauszuhören, dass sie grossen Wert auf Qualität, Wertschätzung und individuelle Betreuung legen. Dieses Telefonat mit all den Erzählungen hat mich schlussendlich vollends überzeugt, worauf ich nach Rücksprache mit meiner Familie die Anmeldung zeitnah auslöste. Der Anmeldeprozess erfolgte effizient und unkompliziert. Über die Homepage wurde das entsprechende Formular ausgefüllt und innerhalb weniger Tage lag die Anmeldebestätigung mit der Rechnung im Briefkasten.
Da ich keinen therapeutischen oder gar ärztlichen Background habe, musste ich vorab noch an einer Aufnahmeprüfung, die online absolviert wurde, teilnehmen. Darin wurde das eigene entspannungsmedizinische und psychologische Wissen aber vor allem auch die Motivation und persönliche Eignung zur Ausbildung geprüft. Als dann auch diese durch war und der positive Bescheid vorlag, fing das Warten auf das Kick-off an.

Aufbau der Ausbildung und Unterricht
Alle Lehrgänge an dieser Ausbildungsinstitution sind im Modulsystem aufgebaut. Das heisst, man kann entweder nur einzelne Module belegen oder eine gesamte Diplomausbildung durchlaufen. Das macht eine ziemlich flexible Gestaltung des Lehrgangs möglich. Die «grossen» Module sind bei erfolgreichem Abschluss bei den Qualitätsstellen der Krankenkassen zertifizierungsberechtigt, was eine spätere Abrechnung der Leistungen über die Krankenkasse ermöglicht. Werden alle Module im Rahmen einer kompletten Ausbildung durchlaufen, gelangt man sogar an die eidgenössische höhere Fachprüfung zum Psychosozialen Berater.
In der Regel war es so, dass ich jeweils zwei Module parallel besucht habe, das erste Halbjahr waren es sogar drei. Im Vergleich zu anderen Teilnehmern hatte ich aus privatorganisatorischen Gründen eine etwas andere Modulkonstellation. Aber gerade in dieser Situation hat die Ausbildungsinstitution absolute Flexibilität und Kunden- bzw. Lösungsorientierung bewiesen und machte einen reibungslosen Lehrgangsablauf möglich. An dieser Stelle nochmals ein grosses Dankeschön!
Die Ausbildung zur Beraterin für Stress- und Selbstmanagement setzt sich aus folgenden Modulen zusammen:
– Basis MEV = Entspannungsmedizin und Psychopathologie
– P1 = med. Progressive Muskelentspannung (Praxismodul Entspannungsverfahren)
– P2 = med. Autogenes Training (Praxismodul Entspannungsverfahren)
– P3 = med. Achtsamkeits-Interozeption (Praxismodul Entspannungsverfahren)
– G1 = Beratermodul mit gesundheitspsychologischen Kompetenzfeldern
Alle Module werden mittels E-Learning kurssynchron begleitet. Darüber liest du weiter unten noch mehr.
Im ersten Jahr hat der Unterricht vor Ort in Kleinklassen (teils nur 4 – 6 Teilnehmer) stattgefunden. Seit Beginn der Coronapandemie wurde dann auf Onlineunterricht umgestellt. Hier will ich hervorheben, dass medrelax vorbildlich schnell gehandelt hat. Noch bevor vom Bundesrat die Fernunterricht-Pflicht ausgerufen wurde, hatten sie schon alles umorganisiert und stellten ein lückenloses Weiterführen des Unterrichts sicher. Hier war deutlich zu sehen, welch tolle Zusammenarbeit die Schule innerhalb des Teams hat und sie äusserst strukturiert arbeiten. Das war sehr beeindruckend!
Der Unterricht findet jeweils immer samstags statt. So ist es auch den Berufstätigen mit höherem Arbeitspensum möglich, sich umfassend auszubilden. Verlangt aber einiges ab. Dazu später auch noch mehr.
Die Unterrichtseinheiten werden von ausgebildeten, sehr erfahrenen Ärzten, Psychologen, Psychotherapeuten abwechslungsreich und interaktiv abgehalten. Sie alle sind Experten und lassen die Teilnehmer von ihrem grossen Wissens- und Erfahrungsschatz profitieren. Es wurde jederzeit eine Kultur der Wertschätzung, Autonomieförderung und des konstruktiven Miteinanders gepflegt. Ein weiterer Punkt, was diese Schule auszeichnet. Im Vergleich zu anderen Ausbildungen, die ich bereits durchlaufen habe, freute ich mich auf jeden einzelnen Schultag und war stets von Beginn bis Ende der Einheit nicht nur physisch sondern auch psychisch voll dabei.

E-Learning und Lernaufträge
Weil das kurssynchrone E-Learning und die Aufträge im Vergleich zu anderen Ausbildungsstätten in dieser Ausbildung sehr umfangreich sind, widme ich ihnen einen separaten Absatz. Und ich wage zu behaupten, dass genau dieses E-Learning so manche Teilnehmer, mich eingeschlossen, teils an ihre Grenzen gebracht hat.
Auch in diesem Bereich der Ausbildung beweist die medrelax einen hervorragenden Qualitätsstandard. Das E-Learning mit all seinen Aufgaben wird jederzeit von separat angestellten E-Tutoren betreut. Allfällige Einsendeaufgaben oder Zwischenprüfungen wurden sehr schnell korrigiert und mit einem sehr ausführlichen, konstruktiven aber wohlwollenden Feedback zurückgemeldet. Die Aufgaben in diesem E-Learning verlangen meines Erachtens nach sehr viel ab und ohne das Dranbleiben am Stoff ist es fast nicht möglich, das mit einer guten Qualität und vorallem prüfungskonform erfolgreich abzuliefern.
Je nach Modul ist das E-Learning mit mehr obligatorischen Blogeinträgen oder mit Essays, Prüfungen und kleineren Aufgaben ausgerichtet.
Was sie alle gleich haben: Deadlines!! Die einzelnen Lektionen innerhalb des Systems müssen immer bis zu einem bestimmten Datum erfolgreich absolviert worden sein. Sonst steht das Diplom auf dem Spiel. Und in gewissen Modulen wie dem Basismodul oder im Modul Autogenes Training ist das nicht gerade wenig. In diesen beiden Modulen stiess ich ein paar Mal an meine Grenzen. Dazu muss ich aber erwähnen: Im Abarbeiten von Essays, Blogeinträgen oder schriftlichen Einsendeaufgaben geht mir immer extrem viel Zeit Flöte. Andere schreiben ein Essay in einer Stunde, ich brauche dafür mindestens 4!! Stunden. Keine Ahnung warum – das war schon immer so bei mir….
Aus solchen Gründen war dann natürlich meine Wochenstundenbilanz an Lerneinheiten extrem hoch. Der Lernaufwand belief sich im Durchschnitt über die gesamte Ausbildung auf ca. 10 – 15 Stunden pro Woche. Im Basismodul und im Autogenen Training waren es deutlich mehr als in den anderen Modulen. Aber im Durchschnitt gerechnet dürfte das etwa hinkommen. Lerneinheiten zur Prüfungsvorbereitung sind da noch nicht eingerechnet.
Neben dem E-Learning und dem Unterricht lassen sogenannte Lernaufträge das angeeignete theoretische Wissen sogleich in die Praxis transferieren. Im Rahmen der Praxismodule und des Beratermoduls müssen ausserhalb des Unterrichts eigens gestaltete Sitzungen bzw. Kurse mit Probanden abgehalten werden. Desweiteren werden im Rahmen der Unterrichtseinheiten pro Praxismodul eine gewisse Anzahl an Anleitungserfahrung in Supervision innerhalb der Klasse gefordert. Das alles muss protokolliert und ebenfalls zu einer festgelegten Deadline eingereicht werden.
Mit der ganzen Arbeit am E-Learning stellt die Ausbildungsinstitution sicher, dass sich die Teilnehmer selbstverantwortlich organisieren und strukturieren können und ein festgesetztes Zeitmanagement einhalten. Für diejenigen, die damit und mit der Selbstdisziplin noch zu hadern haben, wird dieser Bestandteil der Ausbildung eine Herausforderung darstellen. Aber auch hier kann auf eine allfällige Hilfestellung seitens medrelax gezählt werden. Bei wirklich gewillten und engagierten Teilnehmern wird immer nach einer passenden Lösung gesucht.

Fachwissen und Inhalte
Auch diesbezüglich unterscheidet sich die medrelax von anderen Bildungsstätten, die ähnliche Lehrgänge anbieten, deutlich. (Und das sage nicht nur ich, sondern das ist aus der Marktanalyse, die sie dargelegt haben, ersichtlich)
Die medrelax ist die einzige Ausbildungsinstitution, die derart tief in die Fachmaterie geht, und deren Lehrgänge allesamt bei diversen Qualitätsstellen anerkannt werden können. Entsprechend vermitteln sie extrem viel Fachinhalte aus der Entspannungsmedizin & Stressforschung, der Psychopathologie (umfassende Syndromlehre der psychischen Krankheiten), der Psychologie und der entsprechenden Verfahren. Diese zum Teil komplexe Themenbereiche fordern Lernwille, eine gute Lernstrategie und teils weiterführende Recherchenarbeit. Aber es lohnt sich definitiv. Die Inhalte sind extrem spannend. Ich bin mittlerweile derart fasziniert von all dem, dass das Lernen ein grosses liebgewordenes Hobby von mir geworden ist.
Die Inhalte werden in ausführlichen Lehrskripts, passend zu den jeweiligen Unterrichtseinheiten, dargelegt. Oft nicht ganz einfach zu lesen – keine Ferienlektüre – aus dem medizinischen Blickwinkel formuliert, aber didaktisch super aufbereitet.
Das Arbeiten im E-Learning vertieft das Gelernte aus den Skripts nochmals und lässt eine gute Verknüpfung mit der Praxis herstellen. Das war für mich sehr wertvoll. Ich bin ein Fan von Verknüpfungen, daher habe ich vom E-Learning und den darin enthaltenen Aufträgen stark profitiert.

Prüfungsformen und Abschluss
Eins muss gesagt sein: Sie schenken dir NICHTS! Wenn du das Diplom dann endlich in den Händen hältst, kannst du definitiv stolz auf dich sein, weil du es dir hart erarbeitet hast.
Ich hoffe, dass ich dieses Gefühl spätestens nächstes Jahr im Herbst haben werde. Bis zum definitiven Erhalt des Diploms ist es ein etwas längerer Weg.
Bis auf das Beratermodul, welches «lediglich» mit einer Onlinediplomprüfung abschliesst, schliessen die anderen Module mit einer mündlichen, praktischen und schriftlichen Diplomprüfung ab. Das Gute ist, dass nicht jedes Modul einzeln geprüft werden muss, sondern man diese als ein Gesamtpaket zusammen prüfen lassen kann. So hast du zwar eine ziemlich grosse Prüfung und musst den Stoff über die gesamte Zeit präsent halten, dafür musst du nur einmal und nicht drei oder vier Mal antreten.
Die Prüfung ist das Eine. Ein weiterer Baustein folgt dann noch mit der jeweiligen Diplomarbeit, die nach erfolgreichem Bestehen der Prüfungen begonnen wird und innerhalb eines Jahres einzureichen ist.
Da ich das Beratermodul mit der passenden Prüfung schon abgeschlossen habe, befinde ich mich derzeit zusätzlich zur Prüfungsvorbereitung für die anderen Module, im Verfassungsprozess der Diplomarbeit (bzw. im Beratermodul ist dies ein sogenannter Fallbericht der aus zwei Beratungsprozessen besteht) für den definitiven Modulabschluss des Beraters.
In absehbarer Zeit folgen dann die Diplomprüfungen für alle anderen Module und im Anschluss der letzte Schritt im Rahmen zweier Diplomarbeiten mit Einreichungsfrist im Sommer nächsten Jahres.
Kurzum:
Du besuchst das Modul mit vorgegebener Präsenzpflicht und dem Einhalten der Abgabefristen im E-Learning
Nach Unterrichtsabschluss folgt eine Selbstlernphase zur Prüfungsvorbereitung
Du trittst an die schriftliche, mündliche und praktische Prüfung und bestehst diese hoffentlich
Als krönenden Abschluss verfasst du innerhalb eines Jahres die jeweilige Diplomarbeit, damit du am Schluss die Diplome zur Registrierung bei den Qualitätsstellen in den Händen hältst.
Wird eine Prüfung nicht bestanden, besteht die Möglichkeit auf zweimaliges Wiederholen.

Das Menschliche und Drum-Herum
Nebst bereits obengenannten hervorgehobenen Punkten, ist das etwas, was diese Schule und ihren Lehrgang auszeichnet: Wertschätzung und Persönlichkeit!
Es ist deutlich zu spüren und auch zu beobachten, dass das Team an der medrelax aufeinander abgestimmt und stets füreinander da ist. Das spiegelt sich auch in der Organisation des Unterrichts wider. Das hat mich persönlich immer und immer wieder beeindruckt. Dies führt auch in der Dozenten-Klasse-Beziehung und in der Gruppendynamik zu einem jederzeit wohlwollenden und wertschätzenden Umgang.
Im Weiteren werden im Rahmen von persönlichen Gesprächen individuelle Potenziale und Ressourcen gefördert und es stehen jederzeit Kontaktmöglichkeiten offen, um Fachthemen oder Praxisfälle zu besprechen.
Ebenfalls zu erwähnen ist die Administration. E-Mails, Telefone, Anfragen etc. werden sehr schnell und mit äusserst lösungsorientiertem Denken beantwortet. Ich geriet in ein, zwei Situationen, in denen sie absolute Flexibilität und Kundenorientierung bewiesen haben.
Ich fühlte mich an dieser Ausbildungsstätte so gut betreut & geschätzt, wie nirgendswo anders. Definitiv Daumen hoch!!

Golden Nuggets
Innerhalb zweier Jahre durchlief ich diese Ausbildung an der medrelax (in der «regulären» Modulkonstellation dauert es ca. drei Jahre) und ich darf auf eine unvergessliche Zeit zurückblicken. Ein erster grosser Entwicklungsschub der Persönlichkeit löste sich im Rahmen des Beratermoduls, welches ich als eines der ersten Module besucht habe. Es war eine Kleinklasse, in der ich mich nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr wohl fühlte. Ich war mit Abstand die Jüngste und diejenige mit der geringsten Praxiserfahrung, wurde aber trotzdem jederzeit ernst genommen, entsprechend gefördert und unterstützt. Das gab mir die Möglichkeit, sehr schnell zu lernen und das Vertrauen bzw. den Mut, die gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen und meinen persönlichen Stil zu entwickeln.
Ein weiterer Golden Nugget ist definitiv die erforderliche Selbsterfahrung mit den einzelnen Entspannungsverfahren. Besonders die Arbeit mit der Achtsamkeits-Interozeption hat mir so manches Tor zu meinem inneren Ich eröffnet. Mir wurde sehr vieles über mich selbst klar, was ich schlussendlich auch in den Umgang mit den Mitmenschen einbinden kann.
Mir wurde bewusst, was Autonomieförderung, Ressourcenaktivierung und Arbeit mit Bedürfnismotiven an den Klienten bedeutet und vor allem kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich die Entspannungsverfahren in ihren Originalformen und nicht in abgewandelten Systemen (fremdsuggestiv, imaginativ, hypnotisch,etc.) vermittle!
Last but not least profitiere ich natürlich vom gesamten Fachwissen, das uns vermittelt wurde in meiner Tätigkeit und der Arbeit mit den Menschen. Ich sehe nun Zusammenhänge zwischen gewissen Situationen und Verhaltensweisen und kann dank dem Erlernten korrekt intervenieren.

Der Schulleiter wusste bei unserem ersten Telefongespräch definitiv von was er spricht – DANKE!!!!

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